Zum Inhalt springen
SEROVA

Wissen

E-Mails im Betrieb automatisch sortieren, ohne neues Programm

Die Regeln in Outlook und Gmail arbeiten mit festen Merkmalen wie Absender oder Stichwort. Die wichtigsten Nachrichten halten sich an keines davon.

Von Leon Karic · · 3 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Eingehende Nachrichten lassen sich direkt in Ihrem bestehenden Postfach einordnen, etwa als Anfrage, Rechnung, Termin oder Reklamation, und bekommen eine Frist, wo eine Antwort nötig ist. Klare Fälle erkennen feste Regeln, unklare ein Sprachmodell. Was nicht sicher ist, landet im Ordner "Zur Freigabe" und damit bei Ihnen. Ein Programmwechsel ist dafür nicht nötig.

Warum die Regeln im Mailprogramm nicht reichen

Outlook und Gmail können Regeln: Kommt eine Nachricht von Absender X oder steht im Betreff das Wort Y, wandert sie in Ordner Z. Das funktioniert für Lieferanten und Newsletter, die Sie schon kennen. Eine neue Anfrage kommt aber von jemandem, dessen Adresse Sie noch nie gesehen haben, mit einem Betreff wie "Frage" oder ganz ohne. Genau die Nachrichten, auf die es ankommt, fallen durch jede feste Regel.

Wie das Einordnen funktioniert

Jede neue Nachricht durchläuft zwei Stufen. Die erste kommt ohne KI aus.

Stufe 1: Regeln, die man nachrechnen kann

Ein Newsletter hat einen Abmeldelink. Eine Benachrichtigung kommt von einer No-reply-Adresse. Ein bekannter Lieferant schreibt immer von derselben Domain. Ein Kontaktformular Ihrer eigenen Website hat immer denselben Aufbau. Das alles erkennt eine Regel zuverlässig und ohne Sprachmodell. Gleiche Nachricht, gleiches Ergebnis, jedes Mal.

Stufe 2: Ein Sprachmodell für den Rest

Was übrig bleibt, liest ein Sprachmodell und ordnet es einer Kategorie zu, zusammen mit einer Angabe, wie sicher es sich ist. Namen, Adressen und Nummern sind vorher durch Platzhalter ersetzt. Das Modell sieht also, dass jemand einen Umbau plant, aber nicht, wer und wo.

Unsicher heisst: Mensch

Liegt die Sicherheit unter einer festgelegten Schwelle, entscheidet nicht das Modell. Die Nachricht kommt in den Ordner "Zur Freigabe", und dort sehen Sie sie wie bisher. Nichts wird gelöscht, jede Ablage ist umkehrbar.

Die Kategorien

So, wie sie auch der Selbsttest zeigt:

Für Ihren Betrieb werden die Kategorien bei der Einrichtung angepasst. Zu jeder Nachricht, die eine Antwort braucht, kommt eine Frist, zum Beispiel 24 Stunden für eine Anfrage.

Erst mitlaufen, dann übernehmen

In den ersten zwei bis vier Wochen ordnet Serova jede Nachricht ein, verschiebt aber nichts. In dieser Zeit wird gemessen, wie oft die Einordnung mit Ihrer eigenen übereinstimmt. Erst wenn die Zahlen stimmen, übernimmt Serova.

Im eigenen Prüflauf über 18 Beispielnachrichten wurden 18 von 18 richtig eingeordnet, gemessen an vorher festgelegten Sollwerten. Bei Ihnen wird genauso gemessen, nur mit Ihren eigenen Nachrichten.

Was Sie dafür brauchen

Auf serova.ch/selbst-testen können Sie eigene Nachrichten einsortieren lassen und sehen, in welchem Ordner sie landen.

Mit einer eigenen Nachricht ausprobieren

Fügen Sie eine echte Anfrage ein und sehen Sie, was ersetzt wird und wohin sie einsortiert wird. Ohne Anmeldung.

Stand: 8. Oktober 2026